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St. Moritz, Schweiz

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Ganzoni & Pedretti AG is an owner-managed law firm and notary public in the centre of St. Moritz. The firm advises private individuals, organisations and municipalities on a broad range of legal matters, with a stated focus on professional, decisive, personal counsel and strong client orientation...

Gegründet 2008
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Visinoni & Metzger, Rechtsanwälte ist eine Boutique-Kanzlei mit Sitz in St. Moritz, Schweiz. Gegründet im Jahr 2008 von Fabrizio Visinoni und Stefan Metzger, betreut die Praxis Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Behörden in einem breiten Spektrum des Schweizer Rechts und bietet...
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Welche Behörde in St. Moritz über Aufenthalt und Wegweisung entscheidet

In St. Moritz gelten die schweizerischen Bundesgesetze und die Zuständigkeiten des Kantons Graubünden. Bei Aufenthaltsbewilligungen und ausländerrechtlichen Wegweisungen ist in der Regel das kantonale Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden zuständig; im Asylverfahren entscheidet häufig zunächst das Staatssekretariat für Migration.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer Nichtverlängerung oder einem Widerruf der Bewilligung, einer Wegweisung, einer Ausweisung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und der zwangsweisen Ausschaffung. Eine strafrechtliche Landesverweisung wird dagegen vom Strafgericht angeordnet. Welche Behörde entscheidet und welche Rechtsmittel offenstehen, ergibt sich aus der Verfügung.

In St. Moritz können solche Fragen etwa bei einer ablaufenden Bewilligung für eine Stelle im saisongeprägten Tourismus, nach einem Stellenwechsel oder bei einer Veränderung der familiären Situation auftreten. Die Gemeinde kann bei örtlichen Fragen weiterhelfen, entscheidet aber nicht anstelle der kantonalen oder eidgenössischen Migrationsbehörden.

Wann anwaltliche Unterstützung besonders wichtig ist

  • Eine Wegweisungs- oder Widerrufsverfügung trifft ein: Eine Anwältin oder ein Anwalt kann die Begründung und Rechtsmittelbelehrung prüfen und fristgerecht Einwände einreichen. Die Frist kann kurz sein und hängt vom Verfahren ab.

  • Eine Bewilligung im Zusammenhang mit einer Stelle im Engadin läuft aus: Bei einem Wechsel des Arbeitgebers, einer Unterbrechung der Beschäftigung oder ungeklärten Bewilligungsbedingungen kann rechtliche Beratung helfen, die Folgen für den Aufenthalt zu klären.

  • Die Familie lebt in St. Moritz oder an einem anderen Ort in der Schweiz: Bei einer Trennung, einem Familiennachzug oder Kindern mit eigenständigen Aufenthaltsinteressen sind persönliche Umstände und Belege sorgfältig darzustellen.

  • Ein Strafverfahren oder eine Verurteilung kann den Aufenthalt beeinflussen: Neben ausländerrechtlichen Folgen kann eine strafrechtliche Landesverweisung im Raum stehen. Die Verteidigung muss mögliche Auswirkungen auf beide Verfahren berücksichtigen.

  • Ein Asylentscheid oder Dublin-Verfahren ist hängig: Für Beschwerden gegen Entscheide des Bundes gelten besondere Verfahrensregeln und teils kurze Fristen. Eine frühe Prüfung kann entscheidend sein.

  • Eine Ausschaffung steht bevor oder gesundheitliche Gründe sprechen dagegen: Rechtliche Beratung kann klären, welche Einwände möglich sind und welche medizinischen oder familiären Nachweise benötigt werden.

Wichtige Gesetze in der Schweiz und im Kanton Graubünden

Ausländer- und Integrationsgesetz (AIG): Das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration regelt unter anderem Bewilligungen, Widerruf, Wegweisung und Ausweisung. Es gilt seit dem 1. Januar 2008; die Umbenennung zum AIG trat am 1. Januar 2019 in Kraft.

Asylgesetz (AsylG): Das Bundesgesetz über Asyl regelt das Asylverfahren und damit verbundene Wegweisungsfragen. Es ist seit dem 1. Oktober 1999 in Kraft; spätere Revisionen haben einzelne Verfahrensregeln geändert.

Schweizerisches Strafgesetzbuch (StGB): Das Strafgesetzbuch regelt die strafrechtliche Landesverweisung. Die Bestimmungen dazu traten am 1. Oktober 2016 in Kraft. Eine strafrechtliche Landesverweisung ist von einer ausländerrechtlichen Wegweisung oder Ausweisung zu unterscheiden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Wegweisung, Ausweisung und Ausschaffung?

Eine Wegweisung verpflichtet eine Person, die Schweiz zu verlassen, etwa nach einem abgelehnten Aufenthaltstitel. Eine Ausweisung ist eine besondere ausländerrechtliche Massnahme, während Ausschaffung die zwangsweise Vollstreckung der Ausreisepflicht bezeichnet. Eine strafrechtliche Landesverweisung wird vom Strafgericht angeordnet.

Wer bearbeitet meinen Fall, wenn ich in St. Moritz wohne?

Für viele ausländerrechtliche Bewilligungs- und Wegweisungsfragen ist das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden zuständig. Im Asylverfahren entscheidet häufig das Staatssekretariat für Migration. Massgeblich ist, welche Behörde die Verfügung ausgestellt hat.

Wie lange habe ich Zeit, gegen eine Verfügung vorzugehen?

Die Frist hängt von der Art des Entscheids und des Verfahrens ab. Sie steht normalerweise in der Rechtsmittelbelehrung; bei Asyl- und dringlichen Verfahren können besonders kurze Fristen gelten. Lassen Sie die Verfügung umgehend prüfen.

Kann ich während eines Rechtsmittels in der Schweiz bleiben?

Das hängt vom Verfahren, dem Entscheid und der aufschiebenden Wirkung des Rechtsmittels ab. Eine Beschwerde stoppt den Vollzug nicht automatisch in jedem Fall. Die Rechtsvertretung sollte deshalb sofort prüfen, ob ein besonderer Antrag nötig ist.

Führt eine strafrechtliche Verurteilung automatisch zur Landesverweisung?

Nein, die Folgen hängen unter anderem von der Straftat, den gesetzlichen Voraussetzungen und den persönlichen Umständen ab. In bestimmten Fällen sieht das Strafgesetzbuch eine obligatorische Landesverweisung vor, in anderen ist eine Einzelfallprüfung erforderlich. Das Strafgericht entscheidet darüber.

Kann eine Stelle im Tourismus in St. Moritz meinen Aufenthalt sichern?

Ein Arbeitsverhältnis allein garantiert keine Aufenthaltsbewilligung. Entscheidend sind unter anderem Staatsangehörigkeit, Bewilligungsart und die geltenden Zulassungsvoraussetzungen. Bei saisonaler Beschäftigung sollten Bewilligung und Laufzeit vor Arbeitsbeginn genau geprüft werden.

Kann ich eine Wegweisung wegen meiner Familie oder Gesundheit anfechten?

Familienleben, Kindeswohl und gesundheitliche Umstände können für die rechtliche Beurteilung relevant sein. Sie müssen konkret belegt und rechtzeitig vorgebracht werden. Ob sie den Entscheid ändern, hängt vom Einzelfall und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Was kostet eine Anwältin oder ein Anwalt für Migrationsrecht?

Die Kosten richten sich nach Aufwand, Komplexität und der vereinbarten Abrechnung. Fragen Sie vor der Beauftragung nach einem Kostenvoranschlag, einem Stundenansatz und möglichen Zusatzkosten. Bei finanzieller Bedürftigkeit kann unentgeltliche Rechtspflege infrage kommen, sofern das Verfahren nicht aussichtslos erscheint.

Kann ich unentgeltliche Rechtspflege erhalten?

Sie kann gewährt werden, wenn die finanziellen Mittel fehlen und das Verfahren eine ausreichende Erfolgsaussicht hat. Über das Gesuch entscheidet die jeweils zuständige Behörde oder das Gericht. Einkommens- und Vermögensnachweise werden üblicherweise benötigt.

Ist ein Asylverfahren dasselbe wie ein ausländerrechtliches Bewilligungsverfahren?

Nein. Im Asylverfahren wird geprüft, ob Schutz nach dem Asylrecht gewährt wird; im Bewilligungsverfahren geht es um einen Aufenthaltstitel nach dem AIG. Zuständige Behörden und Rechtsmittelfristen können sich unterscheiden.

Welche Unterlagen sollte ich zum ersten Anwaltsgespräch mitbringen?

Bringen Sie sämtliche Verfügungen samt Umschlägen, Ausweis- und Bewilligungskopien sowie frühere Eingaben mit. Hilfreich sind auch Arbeitsvertrag, Lohnabrechnungen, Familienunterlagen und medizinische Berichte. Notieren Sie zusätzlich wichtige Daten und bereits angesetzte Fristen.

Offizielle Anlaufstellen

  • Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden: Zuständig für zahlreiche kantonale ausländerrechtliche Fragen, darunter Aufenthaltsbewilligungen und Wegweisungen.

  • Staatssekretariat für Migration (SEM): Zuständige Bundesbehörde für zentrale Aufgaben im Asyl- und Ausländerbereich; es entscheidet insbesondere in vielen Asylverfahren.

  • Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden: Prüft Beschwerden gegen kantonale Entscheide, soweit der vorgesehene Rechtsmittelweg an das Gericht führt.

So finden und beauftragen Sie eine passende Rechtsvertretung

  1. Fristen sofort notieren: Lesen Sie die Rechtsmittelbelehrung noch am Tag des Erhalts und halten Sie Zustelldatum sowie Fristende fest.

  2. Unterlagen zusammenstellen: Sammeln Sie die Verfügung, frühere Korrespondenz, Ausweise, Bewilligungen und Belege zu Arbeit, Familie oder Gesundheit. Das lässt sich meist innerhalb von ein bis zwei Tagen erledigen.

  3. Gezielt nach Fachgebiet suchen: Suchen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt mit Erfahrung im schweizerischen Migrationsrecht und in Verfahren vor den Behörden oder Gerichten des Kantons Graubünden.

  4. Erstgespräch vereinbaren: Fragen Sie zeitnah nach einem Termin und nennen Sie die im Entscheid angegebene Frist. Bei drohendem Vollzug sollte die Dringlichkeit ausdrücklich angesprochen werden.

  5. Vorgehen und Kosten klären: Lassen Sie sich erklären, welche Rechtsmittel möglich sind, welche Unterlagen fehlen und welche Kosten voraussichtlich entstehen. Klären Sie auch, ob ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege geprüft werden kann.

  6. Mandat und Vollmacht erteilen: Bestätigen Sie die Beauftragung schriftlich und übermitteln Sie benötigte Originale oder Kopien umgehend. Die Rechtsvertretung kann dann die fristgerechten Eingaben vorbereiten.

  7. Fristen und neue Ereignisse laufend mitteilen: Informieren Sie die Rechtsvertretung sofort über neue Schreiben, Änderungen bei Arbeit oder Familie und gesundheitliche Entwicklungen. Bewahren Sie Zustellnachweise und Kopien aller Eingaben auf.

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