Beste Behinderung Anwälte in Deutschland
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Liste der besten Anwälte in Deutschland
1. Über Behinderung-Recht in Deutschland
Behinderung-Recht in Deutschland regelt Teilhabe, Gleichbehandlung und den Schutz vor Diskriminierung. Es umfasst sowohl individuelle Ansprüche als auch zentrale Verfahren zur Durchsetzung von Rechten. Ziel ist eine inklusive Gesellschaft, in der Menschen mit Behinderungen möglichst selbstständig leben können.
„States Parties shall take all appropriate measures to ensure that persons with disabilities can access education on an equal basis with others.“
Quelle: UN Behindertenrechtskonvention, Art. 24 (Bildung);Quelle: un.org
„Disability inclusion is not only a policy issue, it is a fundamental human rights issue that requires concrete changes in law, policy and practice.“
Quelle: International Labour Organization (ILO);Quelle: ilo.org
2. Warum Sie möglicherweise einen Anwalt benötigen
Szenario 1: Sie beantragen den Schwerbehindertenausweis und erhalten eine Ablehnung oder eine unklare Bewertung. Ein Rechtsbeistand hilft bei Widerspruch, Nachfrage nach genauer Einstufung und dem Durchsetzen konkreter Teilhabe-Rechte.
Szenario 2: Ihr Leistungsantrag beim Versorgungsamt oder Sozialamt wird verweigert. Ein Fachanwalt prüft Rechtsmittel, prüft Fristen und erhöht die Chance auf eine rechtssichere Entscheidung.
Szenario 3: Konflikte mit dem Arbeitgeber über Barrierefreiheit, Arbeitszeitregelungen oder Lohn- bzw. Kündigungsschutz. Ein Berater klärt Anspruch, ggf. Einbindung des Integrationsamts und angemessene Anpassungen am Arbeitsplatz.
Szenario 4: Streit über Eingliederungshilfe, Hilfsmittel oder Fördergeld im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben. Ein Rechtsbeistand sichert Anträge, Fristen und konkrete Leistungsansprüche.
Szenario 5: Streitigkeiten mit Sozialleistungsträgern über Kostenübernahme von Therapien, Hilfsmitteln oder ambulanter Hilfe. Ein Anwalt prüft Widerspruchs- und Klagewege bis zum Sozialgericht.
Szenario 6: Klärung von Rechtsfragen rund um Gleichbehandlung im Alltag, zum Beispiel Diskriminierung am Arbeitsplatz oder öffentliche Einrichtungen. Ein Rechtsberater unterstützt bei Dokumentation und Rechtsmitteln.
3. Überblick über lokale Gesetze
SGB IX - Sozialgesetzbuch Neuntes Buch: Rehabilitierung und Teilhabe behinderter Menschen. Es bildet die zentrale Rechtsgrundlage für Teilhabe, Rehabilitationsleistungen und Integrationshilfen. In Kraft seit 1. Januar 2001; wesentliche Änderungen durch das Bundesteilhabegesetz (BTHG) ab 2017 haben Prozesse und Leistungen deutlich verändert.
Bundesteilhabegesetz (BTHG) - Ziel ist eine umfassendere Teilhabe und Selbstbestimmung. Es trat zum 1. Januar 2017 in Kraft und wurde seither schrittweise angepasst, um Leistungen besser an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Der Rechtsrahmen betont örtliche Zuständigkeiten der Sozialgerichte und konkrete Teilhabe-Leistungen.
AGG - Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz - Verbot von Diskriminierung aus Gründen der Behinderung im Arbeitsleben, bei Dienstleistungen und im Alltag. Inkrafttreten war der 1. August 2006; es ergänzt SGB IX und schützt vor Benachteiligungen im Beruf und bei Zugang zu Gütern und Dienstleistungen.
Für Fragen zur Gerichtsbarkeit gelten in Deutschland spezifische Konzepte: In sozialrechtlichen Streitigkeiten sind in der Regel die Sozialgerichte zuständig. Berufungen gehen an das Landessozialgericht, Revisionen zum Bundessozialgericht. Der Gerichtsstand richtet sich gewöhnlich nach dem Wohnsitz oder Sitz des Beklagten, bei Unternehmen zum Beispiel am Ort der Niederlassung.
4. Häufig gestellte Fragen
Was ist der Schwerbehindertenausweis und wozu dient er?
Der Schwerbehindertenausweis bestätigt eine festgestellte Behinderung und erleichtert Barrierefreiheit sowie bestimmte Nachteilsausgleiche. Er ermöglicht oft Erleichterungen im öffentlichen Nahverkehr, Steuerfreibeträge und arbeitsrechtliche Vorteile. Die Prüfung erfolgt durch das zuständige Versorgungsamt.
Wie lange dauert typischerweise der Prozess zur Feststellung einer Behinderung durch das Versorgungsamt?
Der Zeitraum variiert stark je nach Amt und Einzelfall. Typisch liegen Bearbeitungszeiten bei 4 bis 8 Wochen nach Antragseingang, in komplexen Fällen länger. Widerspruch oder Klage können zusätzliche Monate in Anspruch nehmen.
Was kostet eine Rechtsberatung im Behindertenrecht in Deutschland?
Eine Erstberatung kostet oft zwischen 50 und 250 Euro, je nach Anwalt und Fallkomplexität. Bei Honorarvereinbarungen gilt in manchen Fällen die Gebührenordnung für Rechtsanwälte (RVG). Für Bedürftige besteht Anspruch auf Prozesskostenhilfe oder Beratungshilfe.
Wie finde ich den richtigen Anwalt für Behindertenrecht?
Nutzen Sie spezialisierte Fachanwälte oder solche mit nachweislicher Erfahrung im Sozialrecht oder Behindertenrecht. Prüfen Sie Referenzen, Fallbeispiele und Bewertungen von Mandanten. Ein kostenfreies Erstgespräch hilft, Passung und Erfolgsaussichten abzuschätzen.
Brauche ich einen Anwalt, wenn mir der Anspruch verweigert wurde?
Ja, in vielen Fällen erhöht ein Anwalt Ihre Erfolgsaussichten bei Widerspruch oder Klage. Die Fristen müssen eingehalten werden, und komplexe Rechtswege erfordern juristische Unterstützung. Ein Beistand erleichtert zudem die Kommunikation mit Behörden.
Was ist der Unterschied zwischen SGB IX und AGG?
SGB IX regelt Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. AGG schützt vor Diskriminierung aufgrund der Behinderung in Arbeit, Bildung und Diensten. Beide greifen oft gemeinsam, unterscheiden sich aber in Ziel und Anwendungsbereich.
Wann kann ich vor dem Sozialgericht klagen?
Wenn Widerspruchs- oder Verwaltungswege erfolglos bleiben, können Sie eine Klage vor dem Sozialgericht erheben. Die Frist beträgt in der Regel einen Monat nach Erhalt des Widerspruchsbescheids. Die Gründe müssen feststehen und klar dargelegt sein.
Wo beantrage ich Eingliederungshilfe und wer entscheidet?
Die Eingliederungshilfe erfolgt in der Regel über den Träger der Eingliederungshilfe bzw. das zuständige Sozialamt. Die Entscheidung trifft in der Regel der Sozialhilfeträger bzw. der zuständige Leistungsträger, oft mit Beteiligung des Integrationsamts. Ein Rechtsbeistand hilft bei der Antragstellung und Nachforderungen.
Wie lange dauert der Widerspruchsprozess gegen eine Entscheidung des Sozialamtes?
Widersprüche sollen zeitnah bearbeitet werden; typischerweise dauern sie 4 bis 12 Wochen. Kommt es zu einer Klage, verlängert sich der Prozess je nach Komplexität auf mehrere Monate. Eine rechtzeitige Vorbereitung erhöht Chancen auf eine schnelle Lösung.
Welche Kosten können bei einem Verfahren entstehen?
Zu Beginn fallen meist Kosten für Beratung und ggf. Gerichtskosten an. Bei Prozesskostenhilfe kann diese Kostenlast reduziert werden. Unabhängig davon sollten Sie eventuelle Kosten für Gutachter oder Zeugen berücksichtigen.
Sollte ich Prozesskostenhilfe beantragen?
Bei finanzieller Einschränkung kann Prozesskostenhilfe sinnvoll sein. Der Antrag läuft über das Gericht und prüft Bedürftigkeit sowie Erfolgsaussichten. Ohne Rechtsschutzversicherung ist dies oft der praktikabelste Weg, um gerichtliche Schritte zu ermöglichen.
Was bedeutet Barrierefreiheit im Internet im Kontext von BITV 2.0?
BITV 2.0 verpflichtet öffentliche Stellen in Deutschland zu barrierefreien Websites und mobilen Anwendungen. Ziel ist, Inhalte für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen. Wichtig ist, dass Nicht-Behinderte ebenfalls von barrierefreien Lösungen profitieren.
Was ist der Unterschied zwischen einem Widerspruch und einer Klage?
Ein Widerspruch bleibt innerhalb der Behörde und prüft die Entscheidung erneut. Eine Klage wird beim Sozialgericht eingereicht, wenn der Widerspruch scheitert oder nicht zeitnah entschieden wird. Die Klagehöhe bestimmt oft den Instanzenweg.
Wie kann ich Diskriminierung aufgrund einer Behinderung rechtlich anfechten?
Dokumentieren Sie Vorfälle, sichern Sie Beweise und nutzen Sie das AGG. Wenden Sie sich an eine Fachberatung oder Rechtsanwalt, um eine formgerechte Beschwerde aufzusetzen und ggf. gerichtliche Schritte einzuleiten. Schnelle Reaktion erhöht Ihre Chancen auf Schutz und Korrektur.
5. Zusätzliche Ressourcen
UN Desa - Convention on the Rights of Persons with Disabilities: Offizielle Konventionstexte und Erklärungen zu Rechten von Menschen mit Behinderungen. un.org
ILO - Disability and Work: Informationen zu Beschäftigung, inklusiven Arbeitsplätzen und Rechten von Menschen mit Behinderungen. ilo.org
European Disability Forum: Interessenvertretung und Ressourcen zu Diskriminierung, Barrierefreiheit und Teilhabe in Europa. edf-feph.org
6. Nächste Schritte
Definieren Sie Ihr konkretes Ziel: Welche Rechtsposition möchten Sie durchsetzen? Notieren Sie Datum und Priorität.
Sammeln Sie relevante Unterlagen: Bescheide, Schreiben der Behörden, ärztliche Gutachten, Kostenbelege und Verträge. Legen Sie eine klare Ordnerstruktur an.
Wählen Sie einen spezialisierten Rechtsbeistand: Recherchieren Sie Fachanwälte für Sozialrecht oder Behindertenrecht und prüfen Sie Referenzen.
Vereinbaren Sie eine Erstberatung: Klären Sie Kosten, Vorgehen und realistische Erfolgsaussichten. Planen Sie hierfür 60 bis 90 Minuten ein.
Erstellen Sie eine klare Strategie: Widerspruch, Klage oder außergerichtliche Einigung; legen Sie Fristen fest und priorisieren Sie Ihre Schritte.
Reichen Sie Widerspruch bzw. Klage form- und fristgerecht ein: Beachten Sie in Deutschland in der Regel einen Monat Frist nach Zustellung des Bescheids.
Überwachen Sie den Fortgang und halten Sie Kontakt: Fordern Sie regelmäßige Statusberichte an und dokumentieren Sie Gesprächsverläufe.
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