Beste Fusionen und Übernahmen Anwälte in Deutschland
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1. Über Fusionen und Übernahmen-Recht in Deutschland
Fusionen und Übernahmen in Deutschland fallen vor allem unter Wettbewerbs- und Gesellschaftsrecht. Die zentrale Rolle spielen das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und das Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG). Je nach Struktur des Deals kann auch das Umwandlungsgesetz (UmwG) relevant sein, insbesondere bei Verschmelzungen von Unternehmen.
Für börsennotierte Ziele gelten zusätzliche Pflichten wie Pflichtangebot und Offenlegungsvorschriften nach WpÜG. Das Bundeskartellamt prüft die Transaktion auf wettbewerbsrelevante Auswirkungen und kann Auflagen erteilen oder die Freigabe verweigern. In grenzüberschreitenden Fällen kommen zudem EU- und nationale Regeln zum Tragen.
„Die Fusionskontrolle in Deutschland basiert auf einer sorgfältigen Prüfung der Wettbewerbswirkungen durch das Bundeskartellamt.“
Quelle: OECD.org
2. Warum Sie möglicherweise einen Anwalt benötigen
- Kleine bis mittlere Transaktionen mit potenzieller marktbeherrschender Stellung - Wenn Sie eine Fusion prüfen, die die Wettbewerbsstruktur erheblich beeinflussen könnte, benötigen Sie Rechtsberatung, um eine korrekte Notifizierung und mögliche Auflagen zu planen. Ein Rechtsberater steuert die Einreichung bei Bundeskartellamt und ggf. die Verhandlung von Auflagen.
- Öffentliche Übernahmen (WpÜG) bei einem börsennotierten Ziel - Sie benötigen Unterstützung bei der Vorbereitung des Pflichtangebots, der Offenlegungspflichten und der Gestaltung von Verhandlungsbedingungen. Ohne fachliche Begleitung riskieren Sie Rechts- und Haftungsfallen.
- Due-Diligence-Phase mit komplexen Rechtsrisiken - Arbeitsrechtliche Folgen von Personalübernahmen, IP-Rechte, Steuerfragen und vertragliche Garantien erfordern eine spezialisierte Prüfung. Ein Rechtsbeistand hilft Ihnen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Verträge entsprechend zu gestalten.
- Strukturierung des Deals (Share Deal vs. Asset Deal) - Die Wahl hat unterschiedliche steuerliche, haftungsrechtliche und vertragliche Konsequenzen. Ein spezialisierter Berater erklärt Vor- und Nachteile und begleitet die Verhandlungsphase.
- Arbeits- und Mitbestimmungsfragen bei der Transaktion - Betriebsräte, Mitbestimmung und Betriebsübergang nach § 613a BGB können den Zeitplan beeinflussen. Rechtsberatung hilft, Fristen zu wahren und Rechte der Arbeitnehmer zu schützen.
3. Überblick über lokale Gesetze
GWB - Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen regelt die Fusionskontrolle in Deutschland. Es bestimmt, wann eine Transaktion dem Bundeskartellamt melden werden muss und welche Bedingungen für eine Freigabe gelten. Die relevante Rechtsform findet sich in §§ 35-40 GWB und den dazugehörigen EU-Regelungen.
WpÜG - Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz regelt öffentliche Übernahmeangebote und deren Pflichten. Es enthält Vorgaben zu Transparenz, Angebotsfristen und Stimmrechtsanteilen. Bei Überschreitung bestimmter Stimmrechtsgrenzen folgt ein Pflichtangebot an die verbliebenen Aktionäre.
UmwG - Umwandlungsgesetz regelt Verschmelzungen, Formwechsel und Kapitalerhöhung im Zuge einer Unternehmensumstrukturierung. Es definiert die rechtliche Abwicklung von Vermögens- und Rechtsübernahmen und die Auswirkungen auf Arbeitsverträge sowie Haftungsverhältnisse.
Zu beachten ist, dass gerichtsstandspezifische Konzepte wie der Sitz des zu prüfenden Unternehmens, der Ort der Geschäfte und der Gerichtsweg für Anfechtungen oder Haftungsfragen eine Rolle spielen. In Deutschland bestimmt sich der zuständige Gerichtsstand oft nach dem Sitz der Gesellschaft oder dem Ort der Hauptverwaltung. Eine M&A Transaktion kann je nach Struktur auch mehrere Gerichte betreffen.
„Bei der Umsetzung eines Pflichtangebots nach WpÜG ist die rechtzeitige Kommunikation an die Finanzaufsicht BaFin sowie die Einhaltung von Fristen entscheidend.“
Quelle: OECD.org
4. Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Fusionen und Übernahmen im deutschen Recht genau?
Fusionen verbinden rechtlich selbstständige Unternehmen zu einer neuen Einheit oder führen zur Übertragung von Vermögenswerten. Übernahmen bedeuten die Kontrolle oder Mehrheitsbeteiligung an einem Zielunternehmen. Beide Prozesse folgen teils unterschiedlichen Regelungen im GWB, WpÜG und UmwG.
Wie läuft eine Notifizierung nach dem GWB typischerweise ab?
Firmen prüfen, ob ihre Transaktion notifizierungsbedürftig ist. Falls ja, reichen sie Unterlagen beim Bundeskartellamt ein. Das Amt prüft kartellrechtliche Auswirkungen und kann Auflagen verlangen oder die Transaktion freigeben.
Wann greift das WpÜG bei einem Übernahmeangebot?
WpÜG kommt zum Tragen, wenn ein Erwerber Stimmrechte in einer börsennotierten Zielgesellschaft erwerben will. Bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte ist ein Pflichtangebot vorgeschrieben. Die Pflichten betreffen Angebot, Offenlegung und Timing.
Wo findet typischerweise der Gerichtsstand bei M&A Streitigkeiten statt?
Der Gerichtsstand hängt vom Sitz der Gesellschaft oder dem Ort der Hauptverwaltung ab. Für arbeitsrechtliche Folgen gelten oft separate Gerichte, während vertragliche Streitigkeiten vor Handels- oder Zivilgerichten landen. Lokale Praxis kann regional variieren.
Warum ist eine Due Diligence vor einer Transaktion wichtig?
Due Diligence identifiziert rechtliche, steuerliche und arbeitsrechtliche Risiken. Eine sorgfältige Prüfung verhindert spätere Nachforderungen oder Gewährleistungsansprüche. Sie bestimmt auch die Verhandlungsstrategie und Preisgestaltung.
Sollte ich als Deutscher einen Anwalt bei M&A einschalten?
Ja, insbesondere bei komplexen Deals mit WpÜG Pflichten, kartellrechtlichen Risiken oder grenzüberschreitenden Elementen. Ein Rechtsberater koordiniert Compliance, Vertragsgestaltung und Verhandlungen. So lassen sich teure Fehler vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Share Deal und Asset Deal?
Bei einem Share Deal erwirbt der Käufer Anteile an der Zielgesellschaft. Beim Asset Deal kauft er einzelne Vermögenswerte. Die Wahl beeinflusst Haftung, Steuern, Arbeitsrecht und Vertragsstrukturen.
Wie viel kostet eine erfahrene M&A Beratung in Deutschland?
Die Kosten variieren stark nach Deal-Größe, Struktur und Komplexität. Typischerweise fallen Anwalts- und Beratungsgebühren plus Transaktionskosten an, die gemeinsam 1-3 Prozent des Transaktionswerts betragen können.
Wie lange dauert der typische M&A-Prozess in Deutschland?
Abhängig von Deal-Größe und Regulierungsprüfungen dauert eine Transaktion häufig 3 bis 9 Monate. Pflichtangebote, Due Diligence und Verhandlungen können zusätzliche Wochen beanspruchen.
Brauche ich eine Prüfung nach dem Arbeitsrecht bei einer Übernahme?
In vielen Fällen ja, insbesondere bei Betriebsübergängen nach § 613a BGB. Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung und Transfer von Arbeitsverträgen müssen im Planungsprozess berücksichtigt werden.
Was ist der Unterschied zwischen einer Pflicht- und einer freiwilligen Prüfung durch Aufsichtsbehörden?
Eine Pflichtprüfung erfolgt, wenn gesetzliche Kriterien erfüllt sind, wie es beim GWB regelmäßig der Fall ist. Eine freiwillige Prüfung kann auch bei geringeren Schwellen oder strategischen Gründen sinnvoll sein, um spätere Hindernisse zu vermeiden.
Wie bereitet man sich auf eine grenzüberschreitende M&A vor?
Koordinieren Sie Rechts- und Steuerberatung in allen beteiligten Jurisdiktionen. Prüfen Sie kartellrechtliche Anforderungen, WpÜG Pflichten und Transfer-Preisfragen. Eine klare Kommunikations- und Integrationsstrategie reduziert Risiken.
5. Zusätzliche Ressourcen
- OECD - Mergers and Acquisitions - Internationale Perspektiven auf Fusionskontrolle und M&A Trends.
- UNCTAD - Mergers and Acquisitions - Internationale Regelungen zu Fusionen und Übernahmen und deren Auswirkungen auf Entwicklungsländer.
- SEC - Mergers and Acquisitions - Informationen der US-Wertpapieraufsicht zu typischen M&A Prozessen und Transparenzpflichten.
6. Nächste Schritte
- Definieren Sie Ihre Zielsetzung und das bevorzugte Transaktionsmodell (Share Deal oder Asset Deal) - 1 bis 2 Tage.
- Strukturieren Sie eine erste Due Diligence Checkliste mit rechtlichen, steuerlichen und arbeitsrechtlichen Aspekten - 3 bis 5 Tage.
- Wählen Sie eine spezialisierte Rechtsberatung mit Fokus auf M&A, WpÜG und Kartellrecht aus - 1 bis 2 Wochen.
- Klären Sie Notifizierungsanforderungen und Fristen beim GWB und WpÜG - 1 bis 3 Wochen je nach Transaktion.
- Erarbeiten Sie eine Verhandlungs- und Integrationsstrategie inklusive Mitarbeiterkommunikation - 2 bis 4 Wochen.
- Führen Sie die Due Diligence durch und erstellen Sie ein verbindliches Term Sheet - 4 bis 6 Wochen.
- Schließen Sie den Vertrag ab, reichen Sie ggf. Notifizierungen ein und planen Sie die Post-Merger-Integration - 6 bis 16 Wochen.
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