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1. Über Regierungsauftrag-Recht in Deutschland
Regierungsauftrag-Recht regelt, wie öffentliche Aufträge durch Bund, Länder und Kommunen vergeben werden. Es zielt auf Transparenz, Gleichbehandlung und einen fairen Wettbewerb ab. Die wichtigsten Rechtsgrundlagen sind zentrale Gesetze wie das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), die Vergabeverordnung (VgV) und die Unter-Schwellenverordnung (UVgO).
2. Warum Sie möglicherweise einen Anwalt benötigen
Wenn Sie eine Ausschreibung verloren haben oder Beanstandungen gegen den Vergabeprozess geltend machen wollen, benötigen Sie rechtliche Beratung. Ein Rechtsberater kann Fristen überwachen, Formfehler prüfen und eine Nachprüfung sorgfältig vorbereiten. Fehlerhafte Dokumentation oder unklare Eignungsprofile führen oft zu nachteiligen Ergebnissen.
Bei Verdacht auf Verfahrensfehler oder Ungleichbehandlung anderer Bieter helfen spezialisierte Berater dabei, die Erfolgsaussichten einer Beschwerde realistisch einzuschätzen. Sie unterstützen außerdem bei der Kommunikation mit Behörden, Vergabekammern und Gerichten. Ohne fachliche Begleitung riskieren Sie Fristversäumnisse oder unvollständige Unterlagen.
Komplexe Vergabeverfahren betreffen oft mehrere Rechtsbereiche, wie Vertragsrecht, Schadensersatzansprüche und Rechtsweg. Ein Rechtsbeistand mit Schwerpunkt Vergaberecht kennt die relevanten Normen und die prozeduralen Schritte. Er erstellt präzise Schriftsätze und kümmert sich um notwendige Beweissicherung.
Wenn Sie als Bieter oder Auftragnehmer mit vertraulichen Informationen arbeiten, muss der Rechtsberater Vertraulichkeit wahren. Ein privater Rechtsbeistand kann zusätzlich bei Verhandlungen über Nachträge, Preisänderungen oder Leistungsänderungen helfen. Für öffentliche Aufträge ab bestimmten Größenordnungen ist fachliche Begleitung oft unverzichtbar.
Zusammengefasst: Sie benötigen rechtliche Unterstützung bei Beschwerde-Verfahren, bei der Prüfung der Ausschreibungsunterlagen, bei Fristen und bei der Durchsetzung von Ansprüchen gegen Behörden. Eine spezialisierte Beratung erhöht Ihre Chancen, berechtigte Ansprüche durchzusetzen. Beratungskosten sollten Sie im Vorfeld mit dem Anwalt klären.
3. Überblick über lokale Gesetze
GWB - Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen regelt Grundsatzfragen, Vergabepflichten und Rechtswege bei öffentlichen Aufträgen. Es bildet die zentrale Rechtsgrundlage für das gesamte Vergaberecht in Deutschland. Das Gesetz wurde angepasst, um EU-Richtlinien zu berücksichtigen und Wettbewerb sicherzustellen.
VgV - Vergabeverordnung konkretisiert EU-weit geltende Vergaberegeln für Auftragsvergaben über dem EU-Schwellenwert. Sie bestimmt Ausschreibungsarten, Zuschlagskriterien und spezielle Verfahrensformen. Die VgV ergänzt das GWB und regelt die praktische Umsetzung im oberen Bereich der Vergaben.
UVgO - Unter-Schwellenvergabeordnung regelt Vergabeverfahren unterhalb der EU-Schwellenwerte. Sie vereinfacht die Verfahren und dient der Kosteneffizienz. UVgO trat in Kraft, um EU-Transparenzanforderungen auch unterhalb der Schwellenwerte zu sichern.
Sektorenverordnung (SektVO) regelt Vergaben in besonderen Sektoren wie Wasser, Energie oder Verkehr. Sie wirkt ergänzend zu GWB, VgV und UVgO und adressiert sektorale Besonderheiten. Änderungen in der SektVO betreffen oft branchenspezifische Ausschreibungsnormen.
Inkrafttretensdaten und Aktualisierungen: EU-Vorgaben wurden in Deutschland durch Anpassungen von GWB, VgV und UVgO umgesetzt. Die UVgO trat am 18. April 2016 in Kraft. Zur Anpassung an EU-Richtlinien wurden weitere Änderungen in den Jahren danach vorgenommen. Elektronische Beschaffung (eVergabe) wird zunehmend standardisiert.
„Public procurement is a strategic instrument to promote competition, transparency and value for money.“Quelle: OECD-Public procurement guidance, oecd.org
Gerichtsstandspezifische Konzepte: Beschwerden gegen Vergabeverfahren werden häufig bei den Vergabekammern der Bundesländer geführt. Die Vergabekammern sind Teil der Verwaltungsgerichte. Nachprüfungsverfahren dienen der rechtlichen Überprüfung von Zuschlägen und Ausschreibungen. Weitere Rechtswege führen zu den ordentlichen Verwaltungsgerichten.
4. Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen EU-Schwellenwerten und Unter-Schwellenwerten?
EU-Schwellenwerte bestimmen, wann eine Ausschreibung europaweit öffentlicher Bekanntmachung bedarf. Unter-Schwellenwerte gelten national und folgen der UVgO bzw. VgV. Die Unterscheidung beeinflusst Form, Fristen und Nachprüfungswege. Eine falsche Zuordnung kann Rechtsfolgen haben.
Wie prüft man, ob ein Auftrag dem Vergaberecht unterliegt?
Unterliegt ein Auftrag dem Vergaberecht, wenn der Auftragswert voraussichtlich über oder unter bestimmten Schwellen liegt. Kriterien sind das Beschaffungsvolumen, die Art der Leistung und der öffentliche Auftraggeber. Eine frühzeitige Prüfung vermeidet spätere Rechtsrisiken.
Wann ist eine formelle Ausschreibung erforderlich und welche Formen gibt es?
Bei EU-Schwellenwerten ist eine öffentliche Ausschreibung zwingend. Formen reichen von offener, nicht offener bis zu Verhandlungsverfahren. Unterhalb der Schwellenwerte kommen vereinfachte Verfahren wie die Direktvergabe in Frage.
Wo finde ich offizielle Ausschreibungen von Behörden in Deutschland?
Offizielle Ausschreibungen finden sich in zentralen Plattformen und Amtsblättern der Behörden. Für EU-bezogene Vergaben gelten oft zentrale Veröffentlichungsportale. Eine fundierte Prüfung erfolgt durch den zuständigen Vergabeverfahrens-Experten.
Warum gelten Eignungs- und Zuschlagskriterien bei öffentlichen Aufträgen?
Eignungskriterien prüfen die fachliche Fähigkeit der Bieter. Zuschlagskriterien sichern ein wirtschaftlich sinnvollstes Angebot. Unfaire Gewichtung oder Diskriminierung kann zur Nachprüfung führen.
Kann ein Bieter eine Nachprüfung gegen eine Vergabe beantragen?
Ja, in der Regel möglich über die Vergabekammer des Bundeslandes oder über Verwaltungsgerichte. Fristen müssen strikt eingehalten werden. Eine frühzeitige Beratung erhöht Ihre Erfolgsaussichten.
Sollte ich bei Vergabeverfahren durch Anwalt vertreten werden?
Bei komplexen Vorhaben und größeren Budgets ist Vertretung sinnvoll. Ein Anwalt prüft Fristen, formale Anforderungen und strategische Optionen. Ohne fachliche Beratung erhöhen sich Risiken von Fristversäumnissen.
Wie lange dauert typischerweise ein Nachprüfungsverfahren?
Pro Verfahren sind typischerweise mehrere Wochen bis Monate zu erwarten. In besonders komplexen Fällen kann es länger dauern. Eine frühzeitige Einbindung eines Rechtsbeistands hilft, Wartezeiten zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen VgV und UVgO in der Praxis?
VgV regelt EU-Schwellenwerte und Ausschreibungsverfahren über dem Schwellenwert. UVgO deckt das unterhalb der Schwellenwerte ab. In der Praxis bestimmen Wert und Komplexität des Projekts die Wahl des Verfahrens.
Wie viel kostet eine Rechtsberatung im Bereich Vergaberecht?
Die Kosten variieren stark nach Aufwand, Auftragshöhe und Komplexität. Typischerweise liegen Stundensätze zwischen 150 und 350 Euro. Eine klare Honorarvereinbarung hilft, Überraschungen zu vermeiden.
Brauche ich spezielle Qualifikationen, um an Vergabeverfahren teilzunehmen?
Grundsätzlich reichen allgemeine Geschäftsfähigkeit und fachliche Eignung. In manchen Verfahren gelten zusätzliche Anforderungen wie Zertifizierungen oder Referenzen. Eine rechtliche Prüfung hilft, Fallstricke zu vermeiden.
Was sind gängige Gründe für eine Vergaberechtsbeschwerde?
Häufige Gründe sind mangelnde Transparenz, fehlende Eignungsnachweise, unsachgemäße Bewertungsmethoden oder Vetternwirtschaft. Eine Beschwerde muss konkrete Verfahrensfehler nachweisen. Frühzeitige Prüfung ist entscheidend.
Was passiert nach einer erfolgreichen Beschwerde gegen eine Vergabe?
Bei Erfolg kann der Zuschlag aufgehoben oder das Verfahren neu gestartet werden. In der Praxis wird oft eine neue Ausschreibung angestrebt oder eine Anpassung der Kriterien vorgenommen. Das Ziel ist eine rechtskonforme Fortführung des Verfahrens.
5. Zusätzliche Ressourcen
- OECD - Public Procurement Informationen zu internationalen Standards, Transparenz und Wettbewerb im Beschaffungswesen. https://www.oecd.org/procurement/
- WTO - Government Procurement Appendix (GPA) Internationale Regeln für offenen Zugang zu Beschaffungsmärkten. https://www.wto.org/english/tratop_e/gproc_e/gproc_e.htm
- World Bank - Procurement Richtlinien und Verfahren für von der Bank finanzierten Projekten. https://www.worldbank.org/en/projects-operations/procurement
6. Nächste Schritte
- Bestimmen Sie, ob Ihr Auftrag EU- oder Unter-Schwellenwert ist - prüfen Sie das geschätzte Auftragsvolumen und die Art der Leistung. (1-2 Tage)
- Stellen Sie eine frühe Rechtsberatung zusammen, idealerweise mit Schwerpunkt Vergaberecht. Klären Sie Umfang, Kosten und Fristen. (3-5 Tage)
- Lassen Sie die Ausschreibungsunterlagen prüfen - formulieren Sie eventuelle Beanstandungen zu Fristen oder Kriterien. (1-2 Wochen)
- Erstellen Sie eine Dokumentation der Verfahrensfehler oder Benachteiligung - sammeln Sie Belege, E-Mails und Protokolle. (2-3 Wochen)
- Reichen Sie fristgerecht eine Nachprüfung bei der Vergabekammer ein - achten Sie auf formale Anforderungen und Nachweise. (1 Tag bis 2 Wochen je nach Frist)
- Bereiten Sie eine mögliche gerichtliche Instanz vor - Abstimmung mit Ihrem Rechtsbeistand über Optionen und Kosten. (2-4 Wochen)
- Verfolgen Sie den weiteren Verlauf regelmäßig und halten Sie Fristen im Blick - sichern Sie Ihre Dokumentation fortlaufend. (fortlaufend)
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